Förderverein

Musik in erweiterter Tonalität

Johann Sonnleitner

Geboren 1941 in Trofaiach, Oesterreich.

Studium an der Akademie für Musik und darstellende Kunst (heute Musikuniversität) und an der Universität in Wien in den Fächern Orgel (Alois Forer), Cembalo (Eta Harich-Schneider), Schulmusik, Geschichte und Pädagogik. Weiterbildung an Meisterkursen bei Gustav Leonhardt, Anton Heiller Luigi Fernando Tagliavini, Marie-Claire Alain, Cor Kee u.a.

Preisträger beim Internationalen Cembalo-Wettbewerb in Brügge 1968.

Internationale Konzerttätigkeit vor allem als Solist, Kammermusikpartner und Liedbegleiter.

Jahrelange Zusammenarbeit mit Nikolaus Harnoncourt durch Mitwirkung im Concentus Musicus Wien, im Monteverdi- und Mozart-Ensemble des Opernhauses Zürich und als dessen Assistent an der Hochschule Mozarteum in Salzburg.

Lehrtätigkeit zuerst an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg, 1979 Berufung an die Musikhochschule Zürich als Leiter einer Klasse für historische Tasteninstrumente, ausserdem Unterricht am Lehr- und Forschungsinstitut „Schola Cantorum Basiliensis“. Dazu Meisterkurse an verschiedenen ausländischen Musikhochschulen und an der Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck. Juror an internationalen Wettbewerben.

Forschung auf dem Gebiet der Aufführungspraxis, besonders bezüglich der historischen Tempo- und Metronom-Angaben. Übungsbuch, gemeinsam mit Clemens Christoph von Gleich: „Bach – wie schnell?“ (Verlag Urachhaus 2002, englische Version Bach Tempo Guide, Göteborg Organ Art Center). Eine kommentierte Sammlung rätselhafter Metronom-Angaben ist in Vorbereitung (Publikation der Forschungs-Abteilung der Musikhochschule Zürich).

Auf dem Gebiet der Neuen Musik tätig durch viele Erstaufführungen von neuer Orgel- und Cembalomusik, als Mitwirkender im Wiener Ensemble „Die Reihe“ (Friedrich Cerha). Seit 1981 – angeregt durch die Kompositionen und die Forschungsarbeit Heiner Rulands - intensiver Einsatz für Musik in erweiterter Tonalität.

Kompositionen: Lieder, Chorwerke, Kammermusik, Musik für 24-tönige Tasteninstrumente, Kantaten „Die Oelberg-Apokalypse“, „Der himmlische Reiter“, „Die Waffenrüstung Gottes“, Vesper „An der Schwelle des Abends“, Oratorium „Klingendes Licht“, „Das Traumlied des Olaf Asteson“ u.a. siehe Werkliste.

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